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Klimakleber
Radikal, nervtötend,
gefährlich
oder
unsere letzte Rettung!
Was sind Klimakleber?
Klimakleber werden in den Medien Klima-Aktivisten der Gruppe „Letzte Generation“ genannt, die sich auf Straßen, Autos oder in öffentlichen Gebäuden festkleben. Ebenso bewerfen sie Gemälde mit Lebensmitteln.
So demonstrieren sie für bessere Klimapolitik und warnen vor Klimakatastrophen.
Aber mehr und mehr geraten sie in das Visier der Strafverfolgungsbehörden.
Warum nennen sie sich die „Letzte Generation“?
Sie nennen sich „Letzte Generation“, weil sie glauben, die letzten zu sein, die einen Klimakollaps verhindern können. Es muss jetzt etwas passieren, sonst ist es zu spät. Eine weitere Erwärmung der Erde hätte katastrophale Folgen. Um diese Entwicklung aufzuhalten, fordern sie eine Dekarbonisierung (=Umsteigen von der Nutzung fossiler Brennstoffe wie Kohle, Erdgas oder Öl auf kohlenstofffreie und erneuerbare Energiequellen).
Was sind ihre Ziele?
Tempo 100 auf den Autobahnen
Dauerhaftes 9-EuroTicket für Bus und Bahn
Nutzung von fossilen Brennstoffen wie Öl, Kohle und Gas nur noch bis 2030
Wann wurde die Organisation gegründet?
2021 wurde die letzte Generation nach einem Hungerstreik gegründet.
Seit 2022 blockieren sie bundesweit immer wieder den Verkehr. Z.B. in Berlin, Hamburg und München. Sie sind aber auch in kleineren Städten aktiv wie Jena, Passau, Magdeburg oder Reutlingen.
Wer bezahlt die Klimakleber?
Das Geld kommt von Spenderinnen und Spendern, die die Klimaaktivisten unterstützen.
Die Klima-Aktivisten haben eine eigene Website. Hier hat man die Möglichkeit direkt Geld zu überweisen.
Letztes Jahr sammelte die Bewegung laut Transparenzbericht etwas mehr als 900.000 Euro an Spenden.
Ausgegeben hat sie davon 535.000 Euro für z.B. das Anmieten von Räumlichkeiten, Unterkünften und Autos. Etwas Geld wurde für Flyer und Sekundenkleber ausgegeben.
Der Jahresüberschuss betrug rund 383.000 Euro.
Womit kleben sie sich fest?
1. Sekundenkleber
Die Klima-Aktivisten kleben sich meistens mit Sekundenkleber auf der Straße fest. Die Polizei löst den Kleber mit einer Mischung aus Speiseöl und Seifenlauge. Aceton wird nur im Notfall eingesetzt, wegen der Gesundheitsgefahren.
2. Zweikomponentenkleber
Der Zweikomponentenkleber ist im Gegensatz zu Sekundenkleber so hartnäckig, dass eine Fahrt ins Krankenhaus nötig wird. Z.B. mit dem Bodenbelag der Straße oder ein Stück Autodach an der Hand.
Was sagen die Politiker dazu?
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) kritisiert die Anklebe-Aktionen: "Ich finde das völlig bekloppt, sich irgendwie an ein Bild festzukleben oder auf der Straße."
Bundeswirtschaftsminister Robert Hobeck (Grüne) kritisiert die Aktivisten der „Letzten Generation“ scharf. Dem Sender RTL/ntv sagte Hobeck: „Dieser Protest macht Klimaschutz nicht mehrheitsfähig, sondern verärgert Leute, spaltet die Gesellschaft und insofern ist es kein hilfreicher Beitrag zum Klimaschutz“.
Die Parlamentarische Geschäftsführerin Irene Mihalic sagte: „Mit ihrem elitären und selbstgerechten Protest bewirkt die Letzte Generation das Gegenteil dessen, was wir in der aktuellen Lage bräuchten, nämlich eine breite Bewegung in der Gesellschaft, für konsequente Klimaschutzpolitik. Man solle Menschen nicht verprellen durch Aktionen, die den ohnehin harten Alltag noch zusätzlich“.
Gibt es Ermittlungsverfahren gegen Klimakleber?
Nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei (GdP) gab es bundesweit bisher knapp 3000 Ermittlungsverfahren und 800 Verdächtige.
z.B. wurde eine Radfahrerin überfahren, ein Klimaprotest behinderte ein Bergungsfahrzeug. Es gibt viele Gerichtsverfahren wegen Nötigung (=Nötigung bezeichnet allgemein eine unzulässige Gewaltanwendung oder Drohung, die das Opfer zu einer Handlung zwingt, die dieses nicht wünscht).
Wie reagiert die Bevölkerung?
In großen Teilen der Bevölkerung stoßen die Aktionen der „Letzten Generation“ auf Unverständnis und Ablehnung. Einige meinen sogar, dass es eine Nähe zu terroristischen Vereinigungen wie der RAF gibt und fordern harte Strafen.
Als Nötigung sehen viele Autofahrer die Straßenblockaden. Durch die daraus resultierenden chaotischen Verkehrsverhältnisse kommt es zu großen Spannungen. z.B. kommen Autofahrer nicht pünktlich zur Arbeit, Flüge werden verpasst……
Besondere Schlagzeilen machte der Fall einer verunglückten Radfahrerin in Berlin. Die Frau ist an den Folgen ihres Unfalls verstorben. Es muss noch geklärt werden, ob die Rettungskräfte durch die Straßenblockade der „Klima-Kleber“ nicht rechtzeitig bei ihr sein konnten.
Fazit:
Klimaschutz ist gut,
aber dass Vorgehen der Klimakleber sorgt für reichlich Zündstoff.